Auf Reise | Indonesien

Der Abschluss von Lombok

6. September 2017
Sengiggi

Vielleicht bin ich zu hart mit Lombok ins Gericht gegangen, vielleicht lag es speziell an Sengiggi. Die Rettung nahte und nun gibt es abschließend doch etwas gutes über Lombok zu schreiben.
Wie du vielleicht im ersten und zweiten Teil über Lombok gelesen hast, ist Lombok nicht gut weggekommen- ich war überspült von negativen Gefühlen. Wollte irgendwann kaum mehr aus dem Bungalow, da mich die anzüglichen Blicke der Männer und die kritisierenden Gesichtsausdrücke mancher Frauen einfach fertig gemacht haben. Für manche scheint es kein Problem zu sein, doch für mich war es irgendwann kaum zu ertragen. Sengiggi ist für mich persönlich kein Ort für einen langen Aufenthalt. Zwei, drei Tage reichen da total.Wir wurden nach unserer dritten Woche Sengiggi von Jenny und Ole von TakeTime2Start nach Kuta eingeladen. Die beiden hatten einen schönen Bungalow im Batu Bambu gemietet, in dem noch ein zweites Bett stand. Tobi und Wira, unsere Vermieter, waren zum Glück total verständnisvoll und haben unsere letzte Woche bei ihnen storniert. Solltest Du jedoch in Sengiggi Urlaub machen wollen, können wir das Hotel, was die beiden betreiben, sehr ans Herz legen! Hier findest Du den Link dafür 🙂

Die Fahrt nach Kuta

Für uns ging es also am 30.08. mit einem total netten Taxifahrer runter nach Kuta. Hier war das witzige, dass der Taxifahrer einfach nicht wusste, wo sich das Batu Bambu befand und trotz der von mir angebotenen Navigation sich einfach nicht führen lassen wollte. Auf meinem Handy konnte ich ja die Adresse eingeben und konnte ihm somit genau den Weg zeigen. Aber nein- er stieg ständig aus, fragte Locals und fuhr frustriert dauerhaft in die falsche Richtung. Erst, als ich die Navigation auf Indonesisch stellte, fuhr er auch danach und so kamen wir dann bei Jenny und Ole an.

Das Resort ist wirklich sehr schön und hat einen ziemlich chilligen Flair, wenn man das so sagen kann. Jenny war am Nachmittag zum Surfen verabredet und wir fuhren mit Ole zu einem wunderschönen Strandabschnitt. Hier wurde kein Eintritt oder Geld für die Liegen verlangt und so genossen wir uneingeschränkt die Sonnenstrahlen und ich fühlte mich sehr befreit. Schnell waren die Sorgen heruntergeschluckt und vergessen.

Was jedoch sehr in Kuta zu beachten ist: Für Rollerfahr-anfänger ist das einfach nichts. Die Straßen sind mehr Loch als Teer und schnell legt man sich hin. Wir lernten ein Mädchen kennen, dich sich wirklich bös hingelegt hatte und unserer Meinung wirklich schlecht genäht wurde. Die wird bestimmt eine wulstige Nabe mitten auf dem Schienbein behalten. Für mich ist auch nicht verständlich, warum Touris ohne Helm fahren. Na klar- es fühlt sich geil an, den Wind am Kopf zu spüren- aber das Risiko ist einfach zu hoch. Auch wenn neunjährige Jungen ohne Helm an dir vorbeiziehen. Die sind das gewöhnt! Don’t do that! 😉

Am nächsten Tag chillten wir zunächst am Pool um endlich mal n bisschen mehr Bräune aufzusaugen. Gegen Ole und Jenny sahen wir immer noch aus wie Gespenster!

Wir machten den Plan nachmittags noch in die Fledermaushöhle zu fahren- aber Pläne sind ja wie bekanntlich dafür da, über den Haufe geworfen zu werden. Wir fuhren alle wieder zusammen zum Strand und genossen den letzten Tag Kuta mit einer kühlen Kokosnuss auf dem Schoß! Abends ging es in ein leckeres aber vollkommen überteuertes Restaurant mit marokkanischer Küche. Der Manne gönnte sich danach noch ein Tanktop (Seit Koh Chang fehlt nämlich eins) und dann ging es schon zurück und mit einer großen Flasche Bier dann schlafen. Nachts wurden wir beide male um 4 Uhr laut vom Muezzin geweckt, der laut und nicht endend seine Gebete in die Nacht hinaus sang. Es hörte sich an, als wäre direkt neben unseren Ohren ein Lautsprecher aufgestellt. Erholsame Nächte gehen also anders 😀

Am Freitag wurde das Eid-al-Adha, ein Opferfest, gefeiert. Die Geschäfte hatten größtenteils geschlossen und die Mitarbeiter des Resorts frei. Wir fuhren dennoch zu den Restaurants, wurden aber enttäuscht. Auf dem Rückweg fuhren wir an einer Menschengruppe vorbei, die zwei Schubkarren mit toten Ziegen vor sich hinschoben. Zum Glück habe ich nicht noch mehr davon gesehen…

Ab nach Sekotong

Es ging also ohne Frühstück auf unserer Reise weiter und der Abschied von unseren beiden Reisefreunden, Jenny und Ole stand an. Für die Beiden ging es mit dem Moped in den Osten und für uns in den Südwesten. Da in Kuta eine große Taximafia mit viel zu überteuerten Preisen herrscht, schnallten wir uns einfach die Backpacks auf den Rücken und gingen an der Straße entlang. Nach schneller Zeit wurden wir von einem Indonesier herangewunken, der uns ins nächste Dorf gebracht hat. Dort, so war die Info, sollten wieder die bekannten „Bluebird- Taxen“ fahren. Leider Fehlanzeige. Wir wurden direkt wieder mit überteuerten Preisen überschüttet. So gingen wieder ein paar Meter weiter und hielten den Daumen heraus. Ein Local hielt nach ca. 5 Minuten an und bot an, uns bis zum Flughafen zu bringen. Dort kannte er selbstverständlich einen Mann, der den letzten Abschnitt bis nach Sekotong übernahm. Diese Gehampel kostete uns letztendlich mehr als erwartet, war dennoch spannend und überhaupt mit keiner Anstrengung verbunden. 

Sekotong, The Place

Angekommen in Sekotong hatten wir im The Place einen Bungalow gemietet und waren vollkommen zufrieden.
Hier wurden wir freundlich in Empfang genommen. Der Pool in der Mitte sah sauber aus und wir lernten schnell Lea und Felix kennen, mit denen wir ausmachten, zwei Tage später ein Boot zu mieten, um an den Gilis zu schnorcheln. Kurz darauf kamen noch zwei Deutsche, Tim und Merwe, die ebenfalls Leute suchten, um ein Boot zu mieten. So warfen wir den Plan wieder um und machten den nächsten Tag direkt fest. Morgens um 9 Uhr ging es für uns los. An Bord noch ein französisches, älteres Paar und zwei Indonesier. Wir erfuhren, dass Tim und Merwe auch aus Kiel kamen und waren mega geflashed, wie klein die Welt doch manchmal ist. Unsere Nachforschungen bei der blauen Freunde-Plattform hat jedoch ergeben, dass wir keine gemeinsamen Freunde kennen- verrückt, in so einer kleinen Stadt ;D

Schnorcheln an den „secret“ Gilis

Gili Nanggu

Gili Nanggu

 

 

 

 

Zunächst fuhren wir Gili Nanggu an. Hier waren noch lebende und neu angesiedelte Korallen vorhanden und es machte wirklich Spaß das zu sehen. Leider gab es ein paar echt Intelligenzlose, die sich auf die Gitter stellten und weit über das Wasser ragten. Sie checkten wohl einfach nicht, dass die extra für die Korallen gebaut waren und selbstverständlich nicht betreten werden sollten. Gott, lass Hirn regnen 😀

Gili Sudak Gili Sudak

 

 

 

 

Auf Gili Sudak war mir recht schnell kalt im Wasser. Hier gab es unter Wasser Motorräder, ein Bus und noch mehr zu sehen. Was da der Grund für ist, blieb mir unerschlossen. Eine Gruppe betrunkener Fahrer? Absicht? Keine Ahnung. Hier aßen wir ne Pommes und dann ging es bereits weiter nach Gili Kedis.

Gili KedisEine Mini-wini-pups Insel. Hier konnte man auf Grund der Ebbe nicht gut ins Wasser gehen. Schnorcheln war eher mau und durch den aufkommenden Wind hatte ich dann auch das Bedürfnis weiter zu wollen. Leider waren nur drei Inseln abgesprochen und obwohl wir das Boot noch lange gemietet hatten, stellten sich die Fahrer quer und so ging es dann zurück nach „Hause“. Wir lernten noch Kaya und Jannik am Abend kennen und tranken alle zusammen abends noch Bier und hatten viele witzige Gespräche.

Am Sonntag ging unser Geld langsam zu neige und wir mieteten uns ein Moped für den halben Tag um einen Geldautomaten zu suchen. War gar nicht so einfach. Durch unsere Vorgeschichte mit den Kreditkarten wollten wir an keinen unbeaufsichtigten Automaten und mussten ca. eine Stunde bis zum Hafen fahren, da keiner vorher Visa Karten annahm.

Zurück angekommen lernten wir das Paar Sarah und Julian kennen. Verrückt, wie viele deutsche Paare in diesem Hotel ein- und auscheckten! 😀 Abends wurde wieder viel geschnackt und dann ging es für uns beide ans Packen. Wir bekamen währenddessen von Finns bestem Freund und Trauzeugen die überragende Nachricht, dass er seiner Freundin einen Heiratsantrag gemacht hat, Da wurde erstmal flott ein Videotelefonat mit vielen Glückwünschen geführt! Hach- schön ist das! Am nächsten Morgen sollte es nach Bali gehen. Wie wir hier auf Bali abgekommen sind und wie es uns gefällt, gibt es schon bald ganz schnell zu lesen. Hier stehen nun erstmal genug Buchstaben und meine Finger zeigen Müdigkeit.

 

Bis Bald, Deine Femke 

 

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